Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Stadt Hallstadt im Landkreis Bamberg  |  E-Mail: stadt@hallstadt.de  |  Online: http://www.hallstadt.de

Sehenswerte Bau- und Kunstdenkmäler im Gebiet der Stadt Hallstadt

Das Rathaus

Marktplatz 2
Rathaus

Grossansicht in neuem Fenster: StadtwappenDas Rathaus, ein dreigeschossiger Giebelbau, wurde 1576 - 80 erbaut. Ursprünglich war es ein fränkisches Fachwerkhaus. In den beiden letzten Jahrhunderten wurde das Fachwerk infolge Verfallserscheinungen beseitigt und so konnten bei der Restaurierung (1951/52) die Außenwände mit Ausnahme des Erdgeschosses (Sandstein), nur verputzt werden.

 

Bei der Fertigstellung des restaurierten Rathauses wurde das auf der Nordseite befindliche Stadtwappen auf die Westseite verlegt. Die Handschelle des Prangers wurde an ihrer früheren Stelle, der Nordseite des Rathauses, angebracht, ebenso die "Hallstadter Elle", die sich nun am nördlichen Eckpfeiler des Durchgangsbogens des Rathauses befindet. Die "Hallstadter Elle" galt als Normalmaß und als äußeres Zeichen der Marktgerechtigkeit, denn der Rat wachte über das Recht seiner Bürger an Maß, Zeit, Gewicht und Raum.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Handschelle des Prangers

Hallstadts Rathaus hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Früher bestand das Erdgeschoss aus geschlossenen und offenen "Hallen", die den Treppenaufgang zum 1. Stock des Rathauses umgaben. In den geschlossenen Räumen lagerte man Güter aller Art und seit 1754 Feuerlöschgeräte der Gemeinde. Die "Waagkammer" mit der Gemeindewaage und das "Narrenhaus" (Gefängnis) waren hier ebenfalls untergebracht. Die offenen "Hallen" dienten der Bäckerzunft zum Verkauf ihrer Waren. Im Jahre 1688 errichtete die Metzgerzunft ihre erste Fleischbank, zwei weitere folgten in den Jahren 1704 und 1728.

 

Im I. Stock befand sich im Rathaus die große Rats- oder Gerichtsstube, die Ratsküche und auch der "Ratshaustanzboden". Hier wurden gewöhnlich die bürgerlichen Hochzeiten gefeiert. Der 2. Stock nahm die kleine Ratsstube, einige Amtszimmer und die Registratur auf. Der Dachboden diente als Getreidespeicher.

 

Im Jahre 1806 wurde im Rathaus, nachdem das alte Schulhaus am Kirchhof baufällig geworden war, die Schule errichtet. Seit 1821 diente es auch noch als Lehrerwohnung. Mit dem Bau der neuen Gemeindekanzlei im Jahre 1866 (heutiges Jugendheim) verlor das Rathaus seine Bedeutung als Amtshaus. Bis 1944 war das Rathaus nur noch Schule und Lehrerwohnung.

 

In den Wirren der ersten Nachkriegsjahre musste das Rathaus auch als Notquartier herhalten. Die Gemeindekanzlei konnte erst 1951 provisorisch wieder in ihr altes Rathaus einziehen. Bei der Erweiterung des wiedererstellten Rathauses im Jahre 1952 zog in das Erdgeschoss die Bundespost ein.

 

Im III. Stock wurde 1964 ein Heimatmuseum eingerichtet, das dann 1970 wegen dringenden Raumbedarfs zum Teil magaziniert wurde. Mit der Fertigstellung des neuen Dienstleistungszentrum zog 1974 die Bundespost in ihr neues Domizil.

 

Es mußten Jahrhunderte vergehen, bis nun das Stadtoberhaupt mit seinen Stadträten und der Verwaltung das Rathaus ganz für sich beanspruchen konnte.


drucken nach oben