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Buchenländer Beindruckende Ausstellung in der Fischergasse

Matthias Blechinger und Claudia Büttner holen die Ausstellung „Schicksal und Neuanfang“ im Oktober von Strullendorf nach Hallstadt.
Matthias Blechinger und Claudia Büttner holen die Ausstellung „Schicksal und Neuanfang“ im Oktober von Strullendorf nach Hallstadt.

„Schicksal und Neuanfang“ lautet der Titel einer interessanten, informativen Ausstellung über die Buchenländer, die bis vor Kurzem in Strullendorf zu sehen war. Nun wandern die Exponate nach Hallstadt in die Fischergasse 4, und können dort an zwei Wochenenden (Samstag, 8. Oktober, Sonntag, 9. Oktober, Samstag, 15. Oktober, Sonntag, 16. Oktober) besichtigt werden. Ein Besuch soll zur Begegnung, zur Information und zum Gespräch anregen.

 

Zur Ausstellung
Die Ausstellung zeigt in Bildern, Karten und Dokumenten die bewegte Geschichte der Buchenländer und ihrer gelungenen Integration. Nach der schnellen Umsiedlung waren sie zunächst als Flüchtlinge einquartiert. Doch schon sehr bald bauten sich viele in Gemeinschaftsarbeit ein Eigenheim. Aus den heimkehrenden Volksdeutschen wurden also innerhalb kurzer Zeit erst Flüchtlinge dann gut integrierte Neubürger.

Auch die unterschiedlichen Sitten und Bräuche, die über viele Jahrzehnte in Zusammenkünften der Buchenländer Landsmannschaft gepflegt wurden, spiegeln sich in der Ausstellung wieder. Ein Beispiel ist das Herodes-Singen zur Weihnachtszeit. Andere Besonderheiten wie der „schwäbelnde“ Dialekt sind heute fast verschwunden. Anders bei der Essenskultur. Krautwickel mit rotem Kren (Haluschki), Buchenländer Bohnensuppe oder Powillakipferl werden immer wieder gerne gegessen.

 

Die Buchenländer

Das Buchenland (Bukowina) ist eine Region nordöstlich der Karpaten, einem Hochgebirge das sich über mehrere Länder (Polen, Slowakei, Ukraine, Ungarn, Rumänien und Serbien) erstreckt. Dort wurden vor rund 250 Jahren, im damaligen österreichischen Kronland, unter Kaiserin Maria Theresia von Österreich, Deutsche angesiedelt. Ende 1940 erfolgte innerhalb weniger Wochen die Umsiedlung der deutschen Buchenländer „Heim ins Reich“ – wie es der Hitler-Stalin-Pakt besagte. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ließen sich etwa 500 Bewohner des Dorfes „Bainetz“ in Hallstadt und Strullendorf nieder. Noch heute treffen sich viele regelmäßig und tauschen sich über Erlebtes aus. So findet auch einmal pro Jahr ein Treffen der Hallstadter Landmannschaft statt.


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