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Wir ziehen wieder ins Rathaus

Nach den aufwändigen Sanierungsarbeiten ist das historische Rathaus ab Montag, 12. Dezember, wieder für alle Bürgerinnen und Bürger geöffnet.
Nach den aufwändigen Sanierungsarbeiten ist das historische Rathaus ab Montag, 12. Dezember, wieder für alle Bürgerinnen und Bürger geöffnet.
Umzug ins Rathaus
Wegen unseres Umzugs ist das Rathaus von Mittwoch, 7. Dezember, bis einschließlich Freitag, 9. Dezember, für den Parteiverkehr geschlossen. In dringenden Fällen (Wasserrohrbruch, Sterbefall etc.) erreichen Sie uns unter 0171 95 17 500. Wir bitten, um Verständnis.

 

 

Nun ist es endlich soweit: Nach fast sieben Jahren ziehen Bürgermeister und Stadtverwaltung wieder ins historische Rathaus, Marktplatz 2, um. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde in den vergangenen 15 Monaten von Grund auf saniert und ist jetzt, nach jahrelangem Leerstand, wieder nutzbar.

 

Rückblick
Mitte März 2010 erfolgte der Umzug ins Bürgerhaus, dem provisorischen Amtssitz. Doch die räumlichen Verhältnisse sind dort sowohl für die Mitarbeiter der Verwaltung als auch für die Bürgerinnen und Bürger sehr beengt. Deshalb beschloss der damalige Stadtrat die Sanierung des historischen Rathauses und einen baldmöglichsten Rückzug. Ein Rathausneubau oder die dauerhafte Nutzung des Bürgerhauses als regulärer Amtssitz wurden sofort ad acta gelegt. Ein möglicher Neubau hätte unnötige Kosten verursacht, das Bürgerhaus wäre langfristig als Amtssitz unzumutbar. Auch beim historischen Rathaus gibt es Einschränkungen. Da eine Vergrößerung der Verwaltung nicht geplant ist, sollte das vorhandene Raumangebot jedoch ausreichen.

 

Viele Herausforderungen
Weitere Herausforderungen: Brandschutzkonzept, Schadstoffe und mangelnde Barrierefreiheit. Diese drei Faktoren hatten großen Einfluss auf die Planungen, die sich über mehrere Jahre hinzogen. Doch in enger Zusammenarbeit zwischen Architektin Simone Krainz, Stadtrat, Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Bamberg, Personalrat und städtischem Bauamt gab es stets Lösungen.

 

Schadstoffe
Messungen ergaben erhöhte Schadstoffkonzentrationen – unter anderem von sogenannten giftigen Chlornaphtalinen. Zur Beseitigung wurden Holzdielen und Mineralfasern in den Böden entfernt, alle Holzbalken gründlich gereinigt und schließlich die verbleibenden Staubteilchen aufgesaugt. Mit ihnen auch die im Staub enthaltenen Chlornaphtaline. Zur Erfolgsüberprüfung fanden immer wieder Freimessungen statt. Künftig wird eine in den Holzbalken integrierte Lüftung permanent laufen, um dauerhaft verbleibende Chlornaphtaliene zu entfernen.

 

Brandschutzkonzept
Da im denkmalgeschützen Gebäude nur ein Rettungsweg zur Verfügung steht, kommt dem Brandschutzkonzept eine besondere Bedeutung zu. Eine Trockenschüttung im Boden soll in Kombination mit Stahlplatten eine Ausbreitung der Flammen im Brandfall verhindern. Die Trockenschüttung befindet sich zwischen den Rohren und verhindert eine eventuelle Ausbreitung der Flammen. Zusätzlich werden Stahlplatten eingezogen, um den Schallschutz zu verbessern. Statische Probleme werde es dadurch keine geben, versicherte die Architektin.

 

Barrierefreiheit
Barrierefreiheit wird soweit möglich beim Sanierungskonzept berücksichtigt. So sind die behindertengerechten Toiletten im Untergeschoss über einen Treppenlift erreichbar. Zusätzlich gibt es im Erdgeschoss einen gesonderten barrierefreien Raum, der durch spezielle Ausstattung auch für Seh- und Hörgeschädigte optimiert ist.

 

Vorschau
Das Bürgerhaus wird auch künftig genutzt. Es steht wieder den Vereinen zur Verfügung und wird für Sitzungen der Ausschüsse und des Stadtrates genutzt.

 

Raumaufteilung
Dachgeschoss: Bauamt / Archiv Bauamt
2. Obergeschoss: Bürgermeister und Hauptamt
1. Obergeschoss: Kasse / Kämmerei
Erdgeschoss: Ordnungsamt mit Bürgeramt
Keller: Archiv

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